Konzept der Lerngruppe der Tagesklinik
Die schulische Lerngruppe der Tagesklinik ist konzeptionell stark in die Abläufe der Tagesklinik eingebunden. Im regen wertschätzenden Austausch mit den beteiligten Berufsgruppen (Therapeuten, Betreuern, Ärzten) wird versucht, positive Veränderungen im familiären Umfeld der Patienten einzuleiten.
Grundlage der Arbeit ist eine systemische (wertschätzende und lösungsorientierte) Betrachtungsweise, in der das Verhalten des Kindes nicht isoliert, sondern in Abhängigkeit vom familiären Umfeld betrachtet wird.

1. Vorgespräche
2. Aufnahme
3. Beschulung
4. Kontakte zur Heimatschule
5. Elternarbeit
6. FiSch (Familie in Schule)
Eltern trainieren jeden Mittwoch im Unterricht unter therapeutischer Anleitung, ihr Kind bei der Umsetzung unterrichtsrelevanter Verhaltensziele zu unterstützen. Das Erreichen der Ziele wird täglich in jeder Unterrichtsstunde bewertet, einmal pro Woche ausgewertet, anhand eines Säulendiagramms sichtbar gemacht und in der FiSch-Runde vorgestellt.
Nach 1 bis 2 FiSch-Terminen beginnt das Kind für zwei Stunden in der Woche seine Heimatschule zu besuchen, um dort seine Verhaltensfortschritte zu zeigen.
Für einige Kinder kann FiSch nach der Entlassung ambulant angeboten werden oder nur die Bewertungen werden fortgeführt.
Auf Nachfrage können Lehrkräfte und Therapeuten der Tagesklinik verschiedene Fortbildungen zu FiSch anbieten.

7. Zusammenarbeit mit der Station
Die systemische Betrachtungsweise der therapeutischen und pädagogischen Arbeit bedingt eine enge Kooperation zwischen der Schule und der Tagesklinik.
8. Runder Tisch
9. Reintegration
10. Entlassung
Stand: 22.06.2016